Nienburger Glas
26.10.1979
Am 26.10.1979 besichtigte die Landesgruppe Weser - Ems die Glashütte Himly - Holscher & Co in Nienburg. Die zahlreich erschienenen Mitglieder und Fördermitglieder erhielten zunächst durch einen Lichtbildervortrag einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Firma und über den technischen Ablauf der Glasbehälterproduktion.
Die 1891 von Adolf Holscher und Ingenieur Himly gegründete Firma erhielt in den Jahren 1891, 1892 und 1894 ihre ersten drei Wannen ( Glasöfen ).
1910 übernahm der 26jährige Sohn Hans Holscher für 55 Jahre die Leitung der "Wilhelmshütte", die z.Z. mit 1,5 - 1,7 Mio. Glasgefäßen pro Tag ( über 600t ) unter 15 bundesdeutschen Glashütten an 5. Stelle steht.
Auf einem Betriebsrundgang konnten modernste Hochleistungsautomaten, eine vollautomatische Rohstoffaufbereitung und Schmelzwannenbeschickung sowie erstklassige Flaschenprüfanlagen besichtigt werden.
Das Glas der Glasbehälterindustrie, das sich aus 60% Glassand, 18% Soda, 15% Kalk und 7% Feldspat zusammensetzt, kann als Altglas bis zu 100% des Gemengegewichtes diesem Gemenge zugesetzt werden.
Die deutsche Glasindustrie konnte von 1974 bis 1977 920.000t Altglas ( 11% der Gesamtproduktion ) der Wiederverwendung zuführen.
Zum Abschluß der interessanten Veranstaltung konnten während einer großzügigen Bewirtung in einem nahegelegenen Restaurant weiter Fragen diskutiert werden und man war sich einig: Durch seine 100%ige Wiederverwendungsfähigkeit zählt Glas in unserer energie- und rohstoffbewußten Zeit wieder zu den modernen und umweltfreundlichen Produktion mit guten Zukunftsaussichten.
König