Brunnenwasser - Aufbereitungsanlage Beck & Co, Bremen

26.04.1985

 

Am 26.4.85 besichtigte die Landesgruppe Weser-Ems die Brunnenwasser-Aufbereitungsanlage bei BECK & CO in Bremen.
In einem Einführungsvortrag gab Kollege Pautzke (Betriebs-Ing.) einen ausführlichen Uberblick über alle Entwicklungsphasen der Anlage, angefangen bei den Vorversuchen über die Planung bis zu der Fertigstellung im Dezember 1984.
Die Anlage besteht aus übereinander angeordneten Stahlbeton-Filterkammern mit einer Leistung von insgesamt 600 cbm Wasser/Std. und ist ausschließlich für die Aufbereitung von Brunnenwasser in Betriebswasser bestimmt (nicht für Brau­wasser).

Die Arbeitsweise der 4 parallel geschalteten Filterstraßen mit einem Durchsatz von je 150 cbm/Std. wurde "vor Ort" von Kollege Pautzke wie folgt erläutert:

  1. Vorklärung durch Einleiten von Wasser +2 1/2 - 3facher Luftmenge in einen Trockenfilter, wodurch Eisenhydroxid ausgeschieden und im Trockenfilter- Kiesbett zurückgehalten wird.
  2. Entmanganung mit Hilfe eines Naßfilters.
  3. Ozonisierung des Wassers.
  4. Abscheiden der sich gebildeten Oxidationsprodukte in einem Aktiv-Kohlefilter.
  5. Reinwasserbehandlung mit Chlordioxid.
  6. Rückführung des geklärten Rückspülwassers zum Rohwasser, wobei der Schlamm deponiefähig abgegeben wird.

Nach der Besichtigung ging es zum Dämmerschoppen in die BECK'S-Bierstuben, wo weitere Einzelheiten der Anlage erörtert wurden, deren Wasserdurchsatz etwa mit dem Wasserverbrauch einer 80 OOOköpfigen Gemeinde vergleichbar ist.

König