Glashütte in Wahlstedt
08.04.1988
Am 08.04.1988 besichtigte die Landesgruppe eine Glashütte in Wahlstedt.
Bereits auf der Hinfahrt gab es durch den 1. Vorsitzenden, Kollege Lahann, eine kurze Unterweisung über die chemisch-physikalische Zusammensetzung von Glas und über die Geschichte der Glasmacherei in Europa.
Der Begrüßung durch den Betriebsleiter folgte ein Bericht über die Firmengeschichte:
Nach der Gründung in den Nachkriegsjähren durch thüringische Glasmacher auf dem Gelände eines ehemaligen Munitionsdepots, wechselte der Besitz der Firma von Bulle über Tüxen und Veba-Glas schließlich 1984 auf die Nienburger Glashütte über (Tochter der Beck's-Gruppe).
370 Beschäftigte verarbeiten z. Zt. in 24 Std. aus 2 Wannen ca. 500 t Glas.
Mit 5 sachkundigen Herren der Betriebsleitung ging es in einer Betriebsbesichtigung von der Gemengeherstellung über die Schmelze und modernen Hochleistungsautomaten zu den Kontrollstationen für Eng- und Weitmundgläser.
Insbesondere für die Kollegen der Brauereien in Jever und Bremen war es interessant zu erfahren, daß dem Grün-Glas-Gemenge aus Sand, Soda und Kalk bis zu 70% Altglas zugesetzt werden kann.
Großes Interesse fand die Technik der Wannenbeheizung mit ihrer Wärmerückgewinnung und damit auch Möglichkeit zusätzlicher Energieversorgung der 10.000 Einwohner Mahlstedts.
Der Abschluß des eindrucksvollen Glashüttenbesuches fand auf Einladung des Hauses in einem nahegelegenen Restaurant statt, wo die Flaschenproduzenten ihren Gästen noch etliche Fragen zum Thema Qualität, Form und Farbe der Flaschen im Einsatz in der Brauerei beantworten mußten.
König