Es ist Freitag, der 15. Juni 2007. Eine Gruppe unterschiedlichsten Alters sitzt in einem Bus und freut sich auf das was kommen wird. Vielleicht kann man auch ein Schnäppchen ergattern. Die Busfahrt stellt sich dann doch schwieriger heraus als erwartet. Trotz Navigationsgerät und Verkehrzeichen konnte uns nichts mehr aufhalten!

Der Braumeistertag 2007 in Bremen hat begonnen.

Die erste Station führte zur Lürssen Werft. Herr Lürssen persönlich gab einen geschichtlichen Einblick über die Entstehung der Werft sowie von der jetzigen Produktpalette, welche sich zwischen Yachten verschiedener Größen und Fregatten abspielt. Die Führung führte durch die Fertigungshallen, wo einem unter anderem gezeigt wurde, wie ein Rumpf aus unzähligen, unterschiedlichen Teilen zusammengesetzt wird. Kaufinteressenten konnten sich im „Moccaraum“ Ideen holen, wie die Yacht von innen aussehen könnte. Gewicht schien die einzige Grenze darzustellen ( wenn es keine finanziellen gab ).
Als Highlight konnte man eine in Bau befindende Fregatte besichtigen. Vor dem Betreten wurde man vom Vorarbeiter darauf aufmerksam gemacht, das es gerade nicht „piekfein“ aussieht, da gerade in Hochtouren an der Fregatte gearbeitet wird. Überrascht war darüber keiner, eher über das Hemd und die Krawatte, die der Vorarbeiter unter seinem Arbeitsanzug trug.
Zur Erinnerung konnten die Besucher sich einen Katalog mit einer Auswahl der gebauten Yachten mit nach Hause nehmen, um Anregungen für den nächsten Weihnachtswunschzettel zu haben. Zusätzlich bekam man Sonnenöl zum Sprühen, damit man auf Deck sich nicht verbrennt. An diesem Tag wurde das Sonnenöl nicht benötigt, da die bei Matrosen gewünschten „handbreit Wasser unterm Kiel“ von oben kamen.

Anschließend gab es einen Empfang im Bremer Rathaus durch die Chefin des Protokolls, Frau Rambalski, da der Bürgermeister Herr Böhrnsen  mit Koalitionsverhandlungen beschäftigt war. Frau Rambalski berichtete über die Geschichte des Bremer Rathaus, über die Situation als kleinstes Bundesland mit Sonderprivilegien sowie die Verbundenheit der Stadt Bremen zu den Aushängeschildern SV Werder Bremen und der aufstrebenden Landbrauerei mit dem spiegelverkehrten Bremer Schlüssel im Wappen.
Neben dem Tisch des Bürgermeisters im Senatssaal befindet sich ein Schiffchen der „Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ ( DGzRS ). Erhebt ein Senator zu sehr seine Stimme, gibt es eine nützliche Spende an den DGzRS. So manch einer soll schon im Vorfeld bezahlt haben, bevor er „richtig“ losgelegte.

 

Am Nachmittag fand die Bundesvorstandssitzung im Schulzentrum Rübekamp statt. Hier wurde die Arbeit des Vorstandes erörtert und die Mitgliederversammlung tags darauf vorbereitet. Für das leckere leibliche Wohl sorgte der Küchenchef des Berufsschulzentrums.
In der Versuchsbrauerei konnte man anschließend noch selbstgebrautes Bier der Berufsschüler verkosten,  welches Herr Sobotta nach einem alt-fränkischen Rezept brauen ließ

 

Am Abend gab es dann den Begrüßungsabend im Überseemuseum.

Frau Dr. Arndt, Leiter des Überseemuseums, Herr Dr. Lustig, Vorsitzender der Landesgruppe Weser-Ems und Herr Dr. Eils als Bundesvorstand hielten die Begrüßungsreden.

Anschließend gab es die Möglichkeit das Museum mit einem Führer oder alleine auf Entdeckertour zu gehen. An mehreren Bierständen konnte dann der Wissensdurst gelöscht werden. Zu Kräften kam man an den Buffetständen.

 

Am Samstag, den 16. Juni 2007 konnte man sich unter mehreren Veranstaltungen etwas nach seinem Geschmack aussuchen:

  1. Abeking & Rasmussen Schiffs- und Yachtwerft
  2. Besichtigung EADS Werk Bremen
  3. Altstadtführung
  4. Brauereiführung Friesisches Brauhaus zu Jever
  5. Brauereiführung Beck & Co

 

Am Nachmittag fand die Bundesmitgliederversammlung des DBMB in der Kunsthalle Bremen statt.
Herr Dr. Bellmer trug in seiner Rede das Geschichtliche Bremens mit der Geschichte des Bierbrauens zusammen. Dabei stellte sich heraus, dass Bremen einen sehr starken Einfluss auf die deutsche Biergeschichte genommen hat.

Das Präsidium berichtete über die Finanzen, welche sich weiterhin positiv entwickeln. Es wurde über die Mitgliederentwicklung berichtet, wobei man darauf aufmerksam gemacht wurde, das der Altersdurchschnitt ansteigt. Auf Grund der personellen Veränderungen im Bundesvorstand ( Herr Dienstbier ist leider verschieden, Herr Reischmann trat zurück ) wurden Herr Landsberger und Herr Fontaine in den Vorstand gewählt. Herr Reischmann wurde auf Grund seiner 12jährigen Tätigkeit im Vorstand zum Ehrenmitglied ernannt. Es wurden noch Merchandising – Artikel vorgestellt (Polo-Shirts, Hemden, Caps).

 

Zur gleichen Zeit bestand die Möglichkeit an einem der Partnerprogramme Teil zu nehmen:

  1. Besichtigung der Kunsthalle Bremen und Wallanlagen
  2. Rhododendronpark und Botanika
  3. Hafenrundfahrt

Am Abend fand der Brauerabend im Parkhotel Bremen statt. Der Abend Begann durch sehr amüsante und fachlich tiefsinnige Vorträge. Herr Ambrosy, Landrat des Kreises Friesland, verknüpfte des friesisch herbe Bier mit der Tourismusregion Friesland. Im nächsten Jahr wird die Quote von Braumeistern als Touristen in Friesland bestimmt steigen.
Herr Born, Vorsitzender der Geschäftsführung von Werder Bremen, berichtete vom Zusammenhang zwischen Fussball und Bier in Abhängigkeit der einzelnen Fangruppierungen entsprechend ihres Platzes im Weserstadion. Nach dem Dinieren sorgte die Bigband Grambke für Bewegung in den Füssen.

 

Am Sonntag, den 17 Juni 2007 wurde der Braumeistertag mit einem Frühschoppen in der Gasthausbrauerei "Zum Schüttinger" verabschiedet. Nach einem leckeren Hellen oder Dunklen sowie etwas Handfestem zum Bier wurde der Braumeistertag gemächlich beendet. Besonders den Organisatoren war die Erleichterung über den guten Ablauf anzumerken.

 

Ganz zum Schluss möchte ich mich im Namen des Organisationsteams für die vielen Besucher und die Sponsoren ( Teil 1, Teil 2 ) bedanken, ohne deren Unterstützung wir diese Veranstaltung nicht in diesem Rahmen hätten durchführen können. Wir wünschen uns, dass die Teilnehmer die Tage in guter Erinnerung behalten werden und freuen uns darauf, Sie / Euch spätestens im Jahre 2009 in Dresden wieder zu sehen. Für heute verbleibe ich mit unserem Zunftspruch:

„Gott gebe Glück und Segen drein!“

Ralph Grotelüschen
(Schriftführer)