Besuch der Sensient Flavors GmbH am 09.10.07

Die Kunst die Sinne zu berauschen ist dem Brauer hinlänglich bekannt. Um aber weitere Möglichkeiten kennen zu lernen, führte uns der Besuch dieses Mal zu Sensient Flavors in Bremen, welche zum Firmenverbund der amerikanischen Sensient Technologies Corporation mit Hauptsitz in Milwaukee, USA gehört; einer von über 70 Standorten in 30 Ländern.  Begrüßt wurden wir vom Sales Director Jochen Klaes. In der Firmenpräsentation erfuhren wir viel Interessantes über die Hauptgeschäftsfelder in Bremen ( Aromen, Grundstoffe und Emulsionen ) insbesondere über  Entwicklung und Anwendungstechnik. Im Anschluß wurden uns im Rahmen einer ausführlichen Führung die Aufgaben der Abteilungen Produktion und Logistik sowie des Qualitätswesens näher gebracht und ausgiebig vor Ort erläutert. Im Qualitätswesen konnten wir uns ein Bild von der umfassenden Prüfung von Rohstoffen (1.800!) und Fertigprodukten machen. Vom Wareneingang bis zum fertigen Produkt ist eine Rückverfolgbarkeit über MES und Einsatz von Barcodescannern absolut gesichert. Sämtliche Aktivitäten, ob Auswahl der definierten Aromakomponenten und Auswahl der Einwaagen, erfolgt mittels Barcodescanner. Nicht korrekte Komponenten bzw. Mengen werden sofort erkannt. Durch die Erfassung der Prüfergebnisse erfolgt eine automatische Statusverwaltung der Waren (Freigabe, Sperrung).  Die Führung durch die Anlagen eröffnete den Kollegen ungeahnte Düfte, von deren Vielzahl wir vorher gar nicht zu träumen wagten. In der Sensorik erhielten wir eine Einführung in die Grundlagen der Aromenanalytik sowie Erläuterungen zu Aromachemikalien und deren Einfluss auf den Geschmack von Aromen und Lebensmitteln. Da wurde uns dann erst richtig die Aussage von Herrn Klaes während der Firmenpräsentation über den Einfluss der Aromakomponenten bewusst, als er sein „Lieblingsbild“ mit Erdbeer- und Vanilleeis sowie mit einer Waffel und Erdbeersauce beschrieb. Sehr interessant waren auch die Geschmackseindrücke der Aromenkomposition bei der Verkostung neuer Applikationen wie z. B. in einer Kräuterlimonade und einem „Energy Safe Sportgetränk“. Die Präferenzen für das eine oder andere Produkt waren hier jedoch sehr verschieden. Beeindruckend war auch, dass wir in der Sensorik Limettenkuchen „trinken“ und Cocktails in Form von Fruchtgummis „essen“ durften , wie Werner Jansen in seiner Dankesrede an die Kollegen von Sensient vortrefflich feststellte.

Im Anschluss kam man bei Schnittchen und Bier zu einer gemütlichen Runde zusammen. Da wurden noch die letzten offenen Fragen, falls es noch welche gegeben haben sollte, beantwortet.

Wir möchten uns noch einmal sehr herzlich für die ausgiebige Führung sowie die Betreuung bedanken.

Ralph Grotelüschen
(Schriftführer)