Vor der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde die Firma BÜFA (Chemikalienhandel) in Altmoorhausen besichtigt. Als Systemanbieter vertreibt die Firma BÜFA Chemikalien an den Standorten in Deutschland und den Niederlanden Grund- und Feinchemikalien, Spezialitäten, Futter- und Lebensmittelzusatzstoffe sowie Wellnessprodukte für Schwimmbäder und Saunaanlagen. Unter anderem konnten wir eine neue Verladungseinheit auf dem „Mount BÜFA“ besichtigen. Die Präsentation wurde von Herrn Wenzel (Geschäftsführer), Herrn Toebben (Betriebsleitung) und Herrn Kutschke (Verkaufsleitung) vorgestellt. Die Wahl des Standortes für den Neubau im Jahre 2001 wurde bewusst im Oldenburger Raum gewählt, um auf die Verbundenheit der Firma mit der Region weiterhin beizubehalten. 35 Mitarbeiter sorgen dafür, dass ca. 30.000 Tonnen Chemikalien pro Jahr pünktlich beim Kunden eintreffen. Beim Neubau wurde darauf geachtet, dass auf einen Einsatz von Förderpumpen weitestgehend verzichtet werden konnte. Auf dem „Mount BÜFA“ besteht die Möglichkeit gleichzeitig drei LKWs zu entladen, jeweils ein Entladeplatz besteht dort für Lauge, Säure und Lösungsmittel. Die LKWs werden mit Hilfe der Schwerkraft entleert bzw. in die abzufüllenden Gebinde umgefüllt. Die komplette Befüll- und Abfüll – Logistik ist über die Schwerkraft möglich. Bei der Entladung der LKWs wird mit Hilfe einer Referenzflüssigkeit im Bypass der Entleerungsleitung das Produkt auf Produktverträglichkeit geprüft. Im Fall einer Störung schliessen die Ventile automatisch. Trotzdem gibt es noch weitere Sicherungen ( Labor, Handrad ), um eine Produktvermischung zu vermeiden. Besonders auffällig war das vorwiegend Holz als Konstruktionsmaterial in den Hallen genutzt wurde, statt erwarteter Stahlträger. Den Vorteil von Holz gegenüber korrodierenden Metallen war allen verständlich, das aber Leimbinder im Falle eines Brandes bis zu 15 Minuten länger halten, war nicht jeden bekannt. Ich möchte mich für die ausgiebigen Erklärungen und das Beantworten sämtlicher Fragen bedanken.
Wie schnell ein Jahr vergeht merkt man meistens an drei Terminen. An Weihnachten, an Silvester und an unserer traditionellen Jahreshauptversammlung im Friesischen Brauhaus zu Jever. In der Jahreshauptversammlung resümierte Herr Dr. Lustig das zurückliegende Jahr 2007:
- Die Brauindustrie hat wieder eine schwierige Phase hinter sich. Gestiegene und weiter steigende Preise für Rohstoffe, Verpackungsmaterial und Energie verstärken den ohnehin schon hohen Kostendruck.
- Der Biermarkt in Deutschland hat sich 2007 ebenfalls kritisch entwickelt. Bedingt durch einen verregneten Sommer, die Zurückhaltung der Verbraucher in ihrem generellen Konsumverhalten, sowie sicherlich auch die einmalige Entwicklung der Verkaufszahlen in 2006 durch den Sommertraum, der Fussballweltmeisterschaft in Deutschland, hat sich der Bierabsatz in unserem Land um 2,7 % auf 103,9 Mio hl verringert. Das hatte natürlich Auswirkungen auf die Konsolidierung der Branche, so dass weitere Brauereien fusionierten.
- Die Landesgruppe ist um 5 % von 132 auf 138 Mitglieder gewachsen.
- Zwei Landesgruppenmitglieder sind in den letzten 12 Monaten verstorben. Zum einen Herr Hans-Josef Mirbach, der am 20.02.2007 verschied, als auch das viel zu frühe Ableben unseres Beck’s-Kollegen Wolfgang Hadan, der am 17.01.2008 vor seinem schweren Leid kapitulieren musste.
- Unsere Landesgruppe blickt auch auf ein aussergewöhnliches Jahr zurück, denn sie war Gastgeber des Deutschen Braumeistertags 2007 in Bremen und Jever. Es konnte ein abwechslungsreiches Programm angeboten werden. Vielseitige Führungen, Rathausempfang, Bundesvorstandssitzung, Begrüssungsabend im Überseemuseum, der Höhepunkt der Galaabend im Parkhotel sowie der angenehme Ausklang in der Gasthausbrauerei zum Schüttinger. Besonders hat es mich gefreut, dass unsere Redner so gut eingeschlagen haben – sei es Dr. Bellmer auf der Bundesvorstandssitzung oder der Herren Ambrosy und Born im Parkhotel. Das war höchste Kunst an Rhetorik, Inhalt und Unterhaltung und hat mit Sicherheit dazu beigetragen, Bremen, Jever und Norddeutschland mehr als positiv zu beleuchten.
Mehr als 600 Teilnehmer aus Deutschland und dem benachbarten Ausland haben sich für unsere Veranstaltung interessiert. Diese breite Palette an Veranstaltungen ist bei allen Teilnehmern, mit denen ich gesprochen habe auf sehr positive Resonanz gestossen. Wir haben es geschafft, bei zahlreichen Mitgliedern anderer Landesgruppen, denen unsere Region nicht so bekannt war, Faszination für Bremen und Jever zu wecken.
Einen herzlichen Dank der Landesgruppe gilt auch dieses Jahr wieder den Herren Linck von der Delmenhorster Kronenkorkfabrik für das Sponsoring der Busfahrt und dem Friesischen Brauhaus für die vorzügliche Verpflegung. Auf Grund der fehlenden Alufolie konnte dieses Mal den zu Hause gebliebenen leider keine Haxe mitgebracht werden.
Ralph Grotelüschen
( Schriftführer )