DBMB Mitgliederversammlung und Vortrag von Herrn Kluth über das Projekt „Jade Weser Port“ im Friesischen Brauhaus zu Jever

05.03.2010

 

Zur außerordentlichen Hauptversammlung begrüßte die erste Vorsitzende Kerstin Kumbera unter TOP 1 die trotz des norddeutschen Wetters noch zahlreich angereisten Mitglieder im Friesischen Brauhaus zu Jever.
Unter TOP 2 ging Kerstin Kumbera auf den positiven Trend in der Mitgliederentwicklung ein. Die Anzahl der ordentlichen Mitglieder stieg im Vergleich zum Vorjahr um drei auf 139 Mitglieder. Ebenso konnte die Landesgruppe 3 neue Fördermitglieder gewinnen.
Im Rahmen eines kurzen Rückblicks auf das Veranstaltungsjahr 2009 wurde noch einmal allen Kollegen,  Gastgebern und Sponsoren ein herzlicher Dank für die Einladungen sowie für die Organisation der Fachveranstaltungen ausgesprochen. Ohne diese Unterstützung und Gastfreundschaft  wäre es nicht möglich gewesen, unsere Veranstaltungen in diesem Rahmen abzuhalten.  Ein ganz besonderer Dank wurde weiterhin auch den Assistentinnen Frau Oldenburger vom Friesischen Brauhaus zu Jever, Frau Evers und Frau Terhorst von der Brauerei Beck&Co., die mit viel Engagement maßgeblich unsere Organisation unterstützten, ausgesprochen.
Der Schatzmeister Ingo Nieten präsentierte unter TOP 3 den ausgeglichen Kassenbericht, und bedankte sich bei den Kollegen Frieling und Hundt für die Prüfung. Im Anschluss der Sitzung konnten die geprüften Kassenberichte eingesehen werden.
Die korrekt geführte Kasse wurde durch den Kassenprüfer Jürgen Frieling unter TOP 4 bestätigt.
Es folgte ein kurzer Ausblick auf das Veranstaltungsjahr 2010:
Geplant ist Ende April / Anfang Mai eine Fahrt nach Hamburg auf Einladung der Landesgruppe HH/SH. Alternativ ist eine Besichtigung der Mineralbrunnen VILSA in Bruchhausen-Vilsen oder ein Fachvortrag in Bremen angedacht.
An Stelle des traditionellen Familienfestes werden wir zusammen mit den Kollegen der Landesgruppe HH/SH am 19.Juni 2010 eine Familien-Wattwanderung nach Neuwerk unternehmen.
Im Rahmen unserer Herbstausfahrt Ende September / Anfang Oktober werden wir u.a. die Firma Leiber besichtigen. Das Rahmenprogramm wird noch bekannt gegeben sobald alle Termine feststehen.
Und im November dürfen wir uns alle wieder bei Thomas Hundt im Schüttinger zum Jahresausklang treffen.
Nach Entlastung des Vorstands (Top 5) erfolgte der Antrag auf Satzungsänderung in §5 der Satzung der Landesgruppe Weser-Ems (Top 6). Da es keine Gegenstimmen und keine Enthaltungen gab, wurde der Antrag einstimmig beschlossen.
Zu Top 7 lagen keine schriftlichen Anträge vor.


Im Anschluss an der außerordentlichen Hauptversammlung übergab Frau Kumbera das Wort an Herrn Kluth, Geschäftsführer JadeWeserPort Realisierungs GmbH &Co KG, für einen Vortrag über den JadeWeserPort Wilhelmshaven - Hafenbau und Logistik.
Das Land Niedersachsen und die Freie Hansestadt Bremen haben im Juni 2002 eines der größten norddeutschen Infrastrukturvorhaben der vergangenen 50 Jahre auf den Weg gebracht: den JadeWeserPort in Wilhelmshaven, Deutschlands einzigen Tiefwasserhafen für Großcontainerschiffe. Dieser soll mit den ersten 1.000 Meter Kaje im Herbst 2011 seinen Betrieb aufnehmen.
Da der Standort des Hafens direkt am Westufer der Innenjade ca. 9 km nordöstlich des Stadtzentrums von Wilhelmshaven ist, kann der Hafen mit einer kurzen Revierfahrt von 23 Seemeilen tideunabhängig von Großcontainerschiffen angelaufen  werden, also auch von Schiffsgrößen mit einer Kapazität von mehr als 10.000 TEU (= Standard-Containern), bis zu 430 m Länge, 58 m Breite und Tiefgängen bis zu 16,50 m. Die Terminalfläche wird eine Kajenlänge von 1.725 m und eine Flächentiefe von 650 m erhalten. Die Kaje erhält eine hochwassersichere Endausbauhöhe von NN +7,50 m.
Nach Fertigstellung ist der JadeWeserPort neben Rotterdam der einzige Tiefwasserhafen der europäischen Nordrange. Seine Jahresumschlagskapazität liegt bei ca. 2,7 Mio. TEU. Die Umschlaganteile in Wilhelmshaven werden sich zu ca. 60 % seeseitig und zu 40 % landseitig - je zur Hälfte auf die Verkehrsträger Straße und Schiene - verteilen. An die Terminalfläche mit 130 ha schließt sich der Hafengroden an, eine Logistikzone mit 160 ha Fläche zur Ansiedlung hafennaher Industrie- und Logistikunternehmen. Eine Straßenanbindung erfolgt durch die A29, welche direkt vor dem Hafen endet. Eine Schienenanbindung des JadeWeserPort erfolgt über die DB-Strecke Wilhelmshaven – Oldenburg.
Im Rahmen des gesamten Vortrages erhielten die Teilnehmer einen Einblick über die gewaltigen Dimensionen eines solchen gigantischen Projektes.
Nach seinem Vortrag stellte sich Herr Kluth sämtlichen, zum Teil auch recht kritische Fragen der Teilnehmer.
Bei Haxe, frischen Pilsener und netten Gesprächen fand auch diese Veranstaltung mal wieder einen netten Abschluß, der leider wegen des Schneetreibens etwas früher erfolgen mußte.


Besonderer Dank gilt an dieser Stelle Herrn Linck von der Delmenhorster Korkfabrik für das Sponsoring der Busfahrt, dem Friesischen Brauhaus zu Jever für die hervorragende Bewirtung und Herrn Kluth für den sehr interessanten Vortrag.

 

Ralph Grotelüschen
( Schriftführer )